"Rettet Paulchen!" war DAS Activityprojekt des Internets im Jahre 22002/2003. Paulchen wurde in Windeseile bekannt, brachte seinem amerikanischen Erfinder zigtausende von Dollars ein, dessen Nachahmern auch noch einiges. Der Aufruhr war groß, es gab Nachspiele und mittlerweile ist der Originalpaulchen aus dem Net genommen worden und nur noch diese Scherzsseite ohne Kontonummer erinnert an ihn.
Was hat Paulchen hier zu suchen?
Diese Paulchen-Website ist das Extrembeispiel(1) eines Wohltätigkeitsprojekts, welches beim Leser fogendes auslöst:
- Sympathie,
- sofortiges Erkennen der Notsituation,
- Mitleid,
- spontane, leicht zu bewerkstelligende online-Abhilfe und
- nach erfolgter Überweisung eine kräftige Serotoninausschüttung, das Glücksgefühl.
Ende 2006 hielt unser LF Dr. Hanns Jacob Pützer einen Vortrag über seine ehrenamtliche Tätigkeit als Berater bei der Einführung rechtlich-notariellen Gedankenguts in die Gesetzgebung von Entwicklungsländern. Verbinden wir dies mit den Gedanken der Liberalen von Lima, des ILD und der Property Rights Index - Idee, so hätte man hier ein Projekt, welches beim Leser folgendes nicht aulöst:
- Sympathie,
- sofortiges Erkennen der Notsituation,
- Mitleid,
- spontane, leicht zu bewerkstelligende online-Abhilfe und
- nach erfolgter Überweisung eine kräftige Serotoninausschüttung, das Glücksgefühl.
"Denken hat viel mit Abstraktion zu tun - aber der Betroffene hat immer recht" Dieser Gedanke von Reinhard Mohr im Spiegel ist nur als Analogie zu sehen, führt aber zu folgender Frage: Wollen, können, dürfen wir uns einem Projekt der zweiten Art zuwenden, wenn ein ernsthaftes Projekt der ersten Art dafür abgelehnt werden muß?
Noch einmal Bill Gates: "For Melinda and for me, the challenge is the same: how can we do the most good for the greatest number with the resources we have."
Was tun WIR und was wollen WIR?
PS Andere Kriterien für die Beurteilung von Projekten werden an dieser Stelle absichtlich nicht besprochen - der Dimensionen sind zu viele.